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Seduzioni, 2002
Carol Rama nimmt in ihrem Frühwerk (ab 1936) eine radikale,
tabubrechende Position ein, in der sie vieles vorwegnimmt, was
die künstlerische Auseinandersetzung mit Körper und Sexualität
in den 1960er und 1970er Jahren kennzeichnet. In ihren fragilen
Aquarellen malte und zeichnete sie erotische Szenarios mit oft
fragmentierten, verletzten Körpern von vornehmlich Frauen
oder mit sexueller Symbolik besetzte Objekte, wie Schuhe und Prothesen
oder auch Tiere. In den 1950er Jahren wandte sie sich der Abstraktion
zu, um in der Folge in diese Bilder wiederum körperspezifische
Materialien einzuarbeiten, wie Tierkrallen, Fell, Puppenaugen oder
Gummischläuche. Seit Anfang der 1980er Jahre beschäftigt
sich Carol Rama verstärkt wieder mit ihrem frühen Thema,
der erotischen Zeichnung. Alltagsthemen fließen hier ebenso
ein wie mythische Figuren, die - wie fast ihr gesamtes Werk - immer
auch eine ironische Note haben. Text: Galerie Taxispalais, Innsbruck, anlässlich der Ausstellung
Carol Rama „Appassionata", die im Jahr 2004 gemeinsam
vom Ulmer Museum (Brigitte Reinhardt) und der Galerie im Taxispalais
(Silvia Eiblmayr) organisiert und im Herbst 2004 in Ulm und im
Winter 2004/05 in Innsbruck gezeigt wurde. (Katalog)
Carol Rama erhielt im Sommer 2003 den Goldenen Löwen der Biennale
in Venedig.
Zum ersten Mal wird Carol Rama mit einer Einzelausstellung in
Wien mit neuen Arbeiten zu sehen sein.
In Zusammenarbeit mit der Galerie Franco Masoero, Torino |
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