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Julie Hayward

home sweet home


 PROJEKTRAUM VIKTOR BUCHER
 29.05. - 06.07.2007

 
Eröffnung: am Dienstag, den 29. 5. 2007, um 19.00 Uhr



Die Frage nach der Skulptur in der zeitgenössischen bildenden Kunst ist automatisch mit der Frage nach ihrer installativen Koppelung mit dem Raum verbunden. Environments als sinnstiftende Gesamtmodelle künstlerischer Aussagekraft dienen einer Hinterfragung aktueller Lebenszusammenhänge und ihrer kulturellen Einschreibungen. Julie Haywards Skulpturen setzen sich mit der Funktion von Environments, im Speziellen mit Elementen in einem häuslichen Kontext sowie einer Dekonstruktion ihrer plastischen Dimensionen auseinander. Auf einer psychologischen Ebene geht Hayward der Frage des "sich zu Hause Fühlens" nach und untersucht dabei die Sehnsüchte und Illusionen, die hinter diesem sozialen Konstrukt stecken. Bei näherem Anblick der vordergründig vertraut scheinenden Objekte werden BetrachterInnen mit einer vermeintlichen Verstörtheit konfrontiert, die Gefühle von Angst evoziert, aber genauso schnell in die Ebene von Humor übergehen kann. Es sind Angstzustände, die sich hier breit machen, aber in ihrem Grunde nicht genau lokalisierbar gemacht werden können und daher an Freuds Theorie des Unheimlichen anknüpfen, bei dem das Schreckhafte aufgrund von längst vertrauten, aber im Unterbewusstsein gespeicherten Erfahrungen hervortritt.

Walter Seidl

 

english

The question as to the role sculpture plays in contemporary visual arts is closely linked to the question of how it relates, as an installation, to the surrounding space. Environments as integral models that bring forth an artistic statement and generate meaning serve to call into question current life situations and their manifestations in culture. Julie Hayward¹s sculptures address the function of environments, focusing on elements within a domestic context and the deconstruction of their three-dimensionality. On a psychological level Hayward explores the idea of "feeling at home", focusing on the desires and illusions underlying this social construct. On closer scrutiny, the seemingly familiar objects confront the beholder with something that is apparently unsettling and evokes a sense of anxiety. But this reaction could from one moment to the next shift to the level of humor. A state of fear that can become all-pervasive but essentially is difficult to pin down and thus recalls Freud's theory of the uncanny ­ here something frightening emerges because of long-familiar experiences stored in the subconsciou. Walter Seidl