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Susan Hefuna, Entwurf, Store Front Project, 2009
MAPPING WIEN
Wien 1431 / 2010
Der Titel der Arbeit ist eine Anspielung auf den Unterschied zwischen arabischer und
christlicher Zeitrechnung. Es wird zu einer Intervention der Ambivalenz zwischen Historie und Gegenwart, zwischen Osten und Westen, zwischen dem arabischen und dem
europäischem Raum, zwischen Differenz und Gemeinsamkeit.
Das Sitzkissen verweist auf das Innere eines Zeltes und erinnert am Ort (in situ) an die
Osmanen, die Prinz Eugen zurückgeschlagen hat. Gleichzeitig ist dieses Objekt eine
Intervention einer Künstlerin, die zwei Kulturen in ihrer Herkunft vereint, die arabische
und die mitteleuropäische; diese Dualität spiegelt sich in vielen ihrer Arbeiten wider.
Die Gestaltung des Sitzkissens weist einerseits formal auf das Zelt hin, das am 25.
März vom MUMOK im Staatsrat Hof /Hof # 8 des Museumsquartiers im Rahmen der
Projektreihe Out Site aufgestellt wird, aber andererseits auch auf die Formensprache
der Zeichnungen von Susan Hefuna.
Das Zelt ist als temporäre Architektur ein Symbol für Festlichkeit in dem Begegnungen
und Gesprächskultur stattfinden. Gleichzeitig haben die meisten Länder der westlichen
Welt das Zelt als temporären Raum für soziale Gefüge übernommen und damit den
kulturellen Transfer einer globalen Welt bestätigt.
Im durch viele historische Ereignisse der Republik Österreich berühmten Marmorsaal
des Schlosses Belvedere – nicht zuletzt durch den Staatsvertrag im Jahre 1955 – wird
diese Intervention von Susan Hefuna zu einem Anziehungspunkt für ein kunstinteressiertes Publikum und zum temporären Ereignis der Reihe MAPPING WIEN, das gemeinsam mit Susan Hefuna von der Galerie Grita Insam konzipiert und. Im Rahmen
von Focus Kunst der Institution departure (www.departure.at) realisiert werden.
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