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Die englische Künstlergruppe Art & Language war in den Jahren 1972, 1982 and 1997 Teilnehmer an der Documenta. Ihr Werk wurde in zahlreichen Retrospektiven unter anderem in im Pariser Jeu de Paume (1993), im PS1 in New York (1999), im Musee D'Art Moderne Villeneuve D'Ascq in Lille (2002) und dem Centro de Arte Contemporaneo in Malaga (2004) gewürdigt.
Die Zusammenarbeit mit der Galerie Grita Insam besteht seit 1982. Ein von vielen Wiener KünstlerInnen und Kuratorinnen besuchter Workshop der Gruppe in der Galerie Grita Insam war damals Anlass für ihren erste appearance in Wien. Weitere Personalen wurden 1992 und 1997 gezeigt.
In unseren neuen Räumen an der Hülben 3 werden nun ihre jüngsten Arbeiten präsentiert: Als “Genreszenen räumlicher und kultureller Verdrängung“ beschreiben sie Michael Baldwin und Mel Ramsden.
Prof. Dr. Rainer Metzger hat sich bereit erklärt, die Einführung zur Ausstellung zu geben.
Art & Language wurde 1968 gegründet. Künstler wie Terry Atkinson. Joseph Kosuth, Lawrence Weiner aber auch Kunsttheoretiker zählten zu diesem Künstlerkollektiv. Innerhalb der Gruppe fluktuierte die Anzahl der Teilnehmer. Seit 1976 sind es nur noch Mel Ramsden und Michael Baldwin, die das Projekt „Art & Language“ in Zusammenarbeit mit dem Kunsthistoriker Charles Harrison weiterführten. Von Anfang an stellte das Künstlerkollektiv den traditionellen Kunstbegriff in Frage und unterzog die Beziehungen zwischen Kunst, Gesellschaft und Politik einer kritischen Analyse. Die Verknüpfung der Kunst mit Sprache und Theorie –komplexe Problemstellungen und eine medial vielfältige Arbeitsweise kennzeichnen das Werk der Künstlergruppe, das sich nach wie vor mit den Hinterlassenschaften des Zusammenbruchs des Modernismus auseinandersetzt.
In der Schriftenreihe „Art & Language“ findet diese theoretische Auseinandersetzung ebenfalls statt, wie auch in den zahlreichen „theater fragments“, die vom Kollektiv verfasst wurden. |