| Bauhaus ist mittlerweile
zu einem Epochenbegriff geworden, zu einer weit über ihren
Ursprung hinaus reichenden Legende. Kaum eine Werkstatt
hat das Bild der Schule so nachhaltig geprägt wie die
Möbelwerkstatt. Die „Klassiker der Moderne“ eines
Marcel Breuer oder Ludwig Mies van der Rohe werden mit dem
Bauhaus identifiziert, unabhängig davon, ob sie dort entstanden
sind oder nicht.
Für die Ausstellung wurden die „Bauhaus-Möbel“ im
historisch strengen Sinne als Möbel definiert, die während
der Bauhaus-Jahre 1919 - 1933 innerhalb der Schule entworfen
und in ihren Werkstätten produziert wurden. Das Spektrum
reicht dabei von traditionellen handwerklichen Tischlerarbeiten
der Gründungszeit über Experimente mit neuen Formen,
Werkstoffen und Techniken bis zu Prototypen für die serielle
Fertigung.
In der Ausstellung werden die wichtigsten Stücke aus der
Sammlung des Bauhaus-Archivs Berlin und Highlights von privaten
Leihgebern präsentiert.: Stühle, Tische, Betten und
Schränke, die von den Bauhausarchitekten und -designern
entworfen wurden. Zugleich wird auf den zeitgenössischen
Zusammenhang und die ursprünglichen Auftraggeber eingegangen.
Es wird somit ein differenziertes „Zeit-Bild“ des
Bauhaus-Schaffens in seiner Epoche geliefert. |