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"..es gibt in der Mitte der Zeit die Möglichkeit einer Insel!"
Michel Houellebecq
Im Oeuvre von Rudolf Leitner - Gründberg fallen zwei Gruppen - an welchen er zeitgleich arbeitet - auf: figurative Arbeiten und ein auf den ersten Blick "abstrakter" Werkblock, den er bis hin zu radikalen "Strichbildern" verfolgt .Während die Figurenbilder oft über einen Zeitraum von ein paar Jahren entstehen und ihre Konzentration durch die Verdichtung der Malschichten erlangen, ist es in den Strichbildern die Konzentration eines Augenblickes, die Leitner-Gründberg festhält.
Betreffend den malerischen Aufbau der figurativen Arbeiten scheint der Hinweis des Künstlers wichtig, dass die Arbeiten aus lauter einzelnen "Strichbildern" zusammengesetzt sind. Die dadurch gewonnene Abstraktion und Leichtigkeit lässt den Betrachter jenen Augenblick der Zeitlosigkeit erleben, den der Künstler in seiner Suche und Arbeit erlebt haben mag.
Im gesamten Schaffen Rudolf Leitner - Gründbergs wird seine Vision einer durch Kunst überhöhten Existenz deutlich. Der Moment der Transzendenz im ästhetischen Erleben spielt eine zentrale Rolle und Prousts Gedanke - einer durch wenige freie Augenblicke erlösten Existenz findet eine bildnerische Entsprechung.
Die im Ausstellungstitel angeführten "Ruinen unserer Handlungen" spielen auf Mythen in unserer Gesellschaft an, die nur mehr als Reste in unseren Handlungen und Sitten weiter bestehen. So ist es Gründbergs Versuch und Vision jene ursprüngliche Authentizität in Kunst und Leben wieder zu finden.
Rudolf Leitner-Gründberg wurde 1955 am Gründberg in Linz geboren. Der Künstler lebt und arbeitet seit 1987 in Bubendorf in Niederösterreich.
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