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Josef Kern zählt zu den so genannten "Neuen Wilden" – eine
jüngere Malergeneration, die Mitte der 80er Jahre unter dieser
Bezeichnung zusammengefasst wurde, der auch u.a. Schmalix, Anzinger
und Mosbacher zugerechnet werden. In seinem Schaffen gibt es immer
wieder thematische wie auch formale Brüche, die figurale Ausrichtung
jedoch zieht sich konsequent und obsessiv durch alle Phasen.
Josef
Kern ist interessiert am Lebendigen, sich Verändernden – erotische
Implikationen sind beabsichtigt.
In dieser Ausstellung konzentriert er sich auf drei Themenbereiche:
Blumen: In einem Fries, der sich aus mehreren Einzelbildern zusammensetzt,
wuchern über den Bildrand hinaus verschiedene farbenprächtige
Blüten und Blätter. Durch die stark vergrößerte
Darstellung wirken sie wie abstrakte "Patterns", geformt
aus vegetabilen, dynamischen Grundelementen.
Porträts: In der Serie der Porträts reiht Josef Kern
Freunde und Bekannte aneinander. Die beredten Gesichter sind lebendig,
höchst individuell, signifikant. Vor dem diagnostischen Auge
des Malers gewinnen einzelne Details an Ausdrucksstärke, er
behält es sich vor, die Physiognomie assoziativ zu betonen
bzw. zu ergänzen.
Fiktive Sequenzen: In der dritten Gruppe vermengen sich Realität
und Fiktion, Fabel und Wirklichkeit. Karikierte menschliche Wesen
bewegen sich in seltsam unbestimmten Räumen, in denen anekdotisch
Vertrautes mit Surrealem durchwoben ist und die Parameter von Zeit
und Raum wie auch Moral ihrer vernunftstiftenden dauerhaften Gültigkeit
enthoben sind.
Josef Kern wurde 1953 in Schiefer/Fehring (Stmk.) geboren und studierte
1972-79 an der Akademie der bildenden Künste in Wien.
Er lebt und arbeitet in Wien.
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