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In der Galerie Altnöder lässt Thomas Stimm auch im Herbst
die Blumen sprießen: Seine in der Ausstellung gezeigten überdimensional
vergrößerten, bunt lackierten Alu- bzw. mit Kunstharzlack
auf Leinwand gemalten Riesen-Löwenzahnblumen, Gänseblümchen
und Narzissen relativieren alle herkömmlichen Seh- und Wahrnehmungsgewohnheiten.
"Wenn zum Beispiel eine Brennessel über Nacht ähnlich
groß werden würde wie ein Baum, wäre man ehrfürchtig
geschockt." (Thomas Stimm)
Und genau diesen Überraschungseffekt macht sich Thomas Stimm
zu nutze: Liebevoll läßt er Kleines, kaum Beachtetes
mächtig aufragen, dem Betrachter imponierend ins Blickfeld
stoßen.
Auf diese Weise verhilft er den Vertretern der heimischen Flora
nicht nur zu einem theatralischen Auftritt, macht sie gewichtig
und monumental, er spielt auch gleichzeitig mit dem Selbstverständnis,
das sich der Mensch aus seinem Blickwinkel anmaßt. Plötzlich
ist er nicht mehr das Maß aller Dinge, wird irritiert, muss
sich an neuen Gegebenheiten orientieren....
Thomas Stimm, beboren 1948 in wien, wuchs in Salzburg und Adnet
auf. Er studierte 1968-74 and der Akademie der bildenden Künste
in Wien bei Max Weiler. Ab 1980 entstehen erst keramische Arbeiten,
die sich bereits dem Thema "Landschaft" widmen, seit 1986
beschäftigt er sich mit Blumen. Galten die ersten keramischen
Darstellung noch kleinen Szenen aus dem Alltag im Puppenstubenformat,
wuchsen bald die Kulissen ins Monumentale: Vor allem aus der Vogelperspektive
und verkehrten sich in mchtige Skulpturen.
Er lebt in Wien und Köln.
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