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OSWALD OBERHUBER: FRÜHE ARBEITEN


 GALERIE ALTNÖDER
 03.05. - 08.06.2002

 

 


Oswald Oberhuber liebt es, Gesetzmäßigkeiten und Reglements außer Kraft zu setzen, Einengendes künstlerisch hinter sich zu lassen: Als Mitbegründer der österreichischen informellen Malerei und Plastik (um 1949) formulierte er bereits Ende der 50er Jahre seine Theorie der unaufhörlichen Veränderung in der Kunst und lehnt von nun an jegliche Stilbildung ab. Die Galerie Altnöder zeigt Arbeiten des jugendlichen Oswald Oberhubers, die bereits von großer künstlerischer Reife zeugen - entstanden in den unsteten österreichischen Nachkriegsjahren: Unbeeindruckt experimentiert der Künstler auf Papier mit surrealen wie tachistischen Tendenzen, setzt mit sicherer Hand grafische Akzente und webt Texte als bildimmanente Werte mit ein. Obwohl er dem Zufall nicht aus dem Wege geht, bleibt er dennoch einer linearen Klarheit treu, einem präzisen Konturismus, der auch für seine späteren Werke kennzeichnend bleiben soll.

Blatt für Blatt entfaltet sich ein sehr eigenwilliger Formenreichtum, eine heterogene Komplexität an künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten, denen eine Leichtigkeit und Ungezwungenheit inne ist. Bereits Anfang der 50er Jahre findet Oswald Oberhuber zu einer künstlerischen Souveränität und Gelöstheit, die angesichts seines jugendlichen Alters erstaunt und verblüfft.

Oswald Oberhuber, geboren 1931 in Meran, zählt zu den vielseitigsten Persönlichkeiten der österreichischen Kulturlandschaft nach 1945. Neben seinen Tätigkeiten als Galerist, Ausstellungsinitiatoren und Autor zahlreicher Publikationen war er auch viele Jahre Rektor an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien, wo er zur Zeit an der Meisterklasse eine Professur innehat.